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Landesinstitut für Schulentwicklung

Quellen und Texte 63/2015

2015

ISBN: 978-3-7883-9963-4
Auflage: 1
Umfang: ca. 80 Seiten
Format: DIN A5
Medium: Buch
Bestellnummer: 90163
Lagerstand: Lieferbar

Preis: EUR 3,00

Menge:  


Ab 20 Exemplaren pro Ausgabe gilt der Einzelpreis von je € 2,–.

Die Quellen und Texte erscheinen zu jeder Kunstmappe. Sie enthalten Materialien wie z. B. Selbstzeugnisse der Künstler, Texte zu Werk, Person und Epoche, bzw. zum historischen Hintergrund.

Aus dem Vorwort:

Nackt wird der Mensch geboren, und so schnell wie möglich wird sein empfänglicher Körper in schützende Tücher gewickelt. Und wenn er stirbt, verlässt er diese Welt in den meisten Kulturen der Welt nicht unbekleidet, sondern eingehüllt. Dabei ist die bloße Haut ein bemerkenswertes Phänomen. Mit etwa zwei Quadratmetern ist sie die größte und auch eines der sensibelsten Organe des Menschen. Sie bietet Schutz vor Verletzungen, reguliert die Körpertemperatur und Feuchtigkeit und lässt uns Wärme, Kälte, Schmerz und Wohlbehagen spüren. Körper und Haut erfahren im Lauf des Lebens mannigfaltige Umformungen. Sie offenbaren die unausweichlichen Spuren von Arbeit, Krankheit und Alterung, sie werden mal stolz gezeigt oder verschämt versteckt und auch sportliche Übung oder plastische Eingriffe in Form gebracht. Die Haut wird als Ausdruck der Körpersprache begriffen, sie wird gebräunt, gebleicht, geschminkt und geschmückt oder durch Tätowierungen und Piercings akzentuiert.

Die Kleidung schließlich – zunächst aus Tierhäuten und Fellen – ist nicht nur praktischer Schutz und Hülle, sondern hat seit jeher auch vielerlei gesellschaftliche Funktionen. Sie dient als Indikator des sozialen Status und Insignien der Macht, als Zeremonialfrage als Mittel modischer Distinktion, zur Verhüllung körperlicher Mängel oder als Verstärkung erotischer Reize, ja selbst als uniformer Zwang. Man denke nur an Sträflingskleidung oder an die Bräuche muslimischer Kulturen zur Unterdrückung des weiblichen Geschlechts.

Wie sich die Beziehungen zwischen „Körper, Haut und Hülle“ in der bildenden Kunst darstellen, will die aktuelle Mappe der „Meisterwerke der Kunst“ an zwölf ausgewählten Beispielen wenigstens punktuell beleuchten. Die zu betrachtenden künstlerischen Positionen reichen von der sogenannten 3. Zwischenzeit der altägyptischen Kunst um 800 v. Chr. bis in unsere aktuelle Gegenwart hinein.

Dabei sollen auch die Beiträge dieses Quellenhefts behilflich sein, das als Ergänzung der Mappentexte zusätzliche Hinweise gibt und Hintergründe erschließt. Aus Platzgründen und anderen Erwägungen wurden innerhalb längerer Originaltexte manchmal Kürzungen bzw. Auslassungen vorgenommen, auch Fußnoten wurden deshalb weggelassen.

Kunst lebt von Kommunikation. Für Anregungen oder Kritik sind Beirat und Redaktion empfänglich und der Verlag (E-Mail-Adresse im Impressum) wird Ihre Nachricht gerne weiterleiten.

Johannes Halder
Redaktion „Meisterwerke der Kunst“