Gustav Adolf Lörcher

Brüche als Treppenstufen

aus Konkrete Mathematik
2005

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Umfang: 11 Seiten
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Modelle aus der Umwelt
Um den Schwierigkeiten beim Bruchverständnis und beim Bruchrechnen ab dem 6. Schuljahr begegnen zu können, sollten Lehrpersonen ein möglichst großes Erklärungsrepertoire haben. Neben den statischen Anschauungsmodellen (Kreis, Rechteck, Strecke oder Streifen) und den akustischen Modellen (Brüche als Halbe, Viertel, Achtelnoten oder -pausen) können Modelle helfen, die großräumiger sind, und in denen die eigene Bewegung eine Rolle spielt.

Brüche beim Treppensteigen
Einer der ersten Zählanlässe ist für viele Kinder das Treppensteigen. Dabei sind sie stolz, zählen zu können, wie viele Stufen sie erreicht haben. Gleichzeitig merken sie, dass sie die erreichte Stufenzahl mit der Gesamtzahl der Stufen, die beim nächsten Stockwerk erreicht wird, in Beziehung setzen müssen.

Die Kinder kommen so mit zwei Grundvorstellungen des Bruchbegriffs in Berührung: man muss wissen, wie weit man gekommen ist (Zähler); auf der anderen Seite sieht man, dass man das erreichte Zwischenziel immer mit dem Gesamtziel, z.B. ins nächste Stockwerk zu kommen, vergleichen muss, der Gesamtzahl der Stufen bis zum nächsten Stockwerk (Nenner).

Diese Grunderfahrungen können beim Bruchrechnen helfen, fehlende Grundvorstellungen für Brüche zu schaffen oder fehlerhafte zu korrigieren. Gleichzeitig vermitteln sie das positive Gefühl, dass es aufwärts geht und dass ein Ziel näher kommt.

Dabei zeigt sich, dass das Treppenmodell (wie jedes andere) nicht alle Aspekte des Bruchrechnens erklärt, aber bei einigen eine gute Hilfe sein kann.