Barbara Staudigl

Im Zentrum das christliche Menschenbild: Die Reformpädagogik des Marchtaler Plans

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Umfang: 8 Seiten
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Maßstab der Inhalte wie auch der Strukturprinzipien des Marchtaler Plans ist der Anspruch, der von einem christlichen Menschenbild her an Erziehung und Bildung ergeht: Die Schülerinnen und Schüler sollen in Unterrichts- und Prüfungssituationen spüren, dass sie in ihrer Individualität geachtet und geschätzt werden, dass sie mit ihren Talenten, ihren Stärken und Schwächen angenommen werden. Das Schulleben ist ausgespannt zwischen den Polen der Individualität, Sozialität und Transzendenz, zwischen einer Erziehung zur Freiheit und der Sensibilisierung für Verantwortung. Das christliche Menschenbild als Ausgangspunkt der Marchtaler-Plan-Pädagogik wird im Folgenden von den beiden großen Festen der Zusage Gottes an die Menschen her gedeutet, die wir im Christentum feiern: Weihnachten und Ostern. Dabei nehme ich Anleihen auf bei zwei jüdischen Denkern, deren Pädagogik und Ethik ich als richtungsweisend empfinde: Janus Korczak und Emmanuel Lévinas. Ich möchte es mit Vorsicht und im tiefen Respekt vor der jüdischen Tradition tun und sie keineswegs unter christlichen Vorzeichen „vereinnahmen“. In der Hoffnung, dass es gelingt, dem Reichtum und dem Besonderen der jüdischen Tradition gerecht zu werden, versuche ich, der Spur dieser beiden zu folgen und dabei Impulse für ein christliches Menschenbild, das aus der gemeinsamen jüdisch-christlichen Tradition erwachsen ist, zu finden.