Ulrich Herrmann

Lernen in leistungs-„homogenen“ oder -„heterogenen“ Gruppen?

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In den Auseinandersetzungen über die Mehrgliedrigkeit unseres allgemeinbildenden staatlichen öffentlichen Schulsystems spielt immer eine Rolle, dass zu seiner Rechtfertigung angeführt wird, die jeweilige Schulform – herkömmlicherweise Hauptschule, Realschule und Gymnasium – werde der jeweiligen „Begabung“ eines Kindes am ehesten gerecht. Dahinter steht bei vielen Eltern zumeist unausgesprochen die Überzeugung, dass die Verteilung der Schulkinder auf unterschiedliche „weiterführende“ Schulen dazu dient, innerhalb der jeweiligen Schulform möglichst hohe individuelle Leistungen zu erzielen, weil auf „die Schwächeren“ keine Rücksicht genommen werden muss: Das dient dem Weiterkommen der „Stärkeren“. Dies hat sogar zur Errichtung von Schulen für sog. Hochbegabte geführt, die von diesen nach eigenem Bekunden jedoch nicht aus Gründen der Leistungssteigerung besucht werden, sondern weil sie an ihren Regelschulen unterfordert waren, sich gelangweilt fühlten und deshalb einen Ausweg suchten, um die wichtigen Schulbildungsjahre der Jugendzeit nicht zu verbummeln.