Gabriele Schallenmüller

Angst in Veränderungsprozessen – die maskierte Emotion

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Umfang: 5 Seiten
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In jedem gravierenden Veränderungsprozess, den die Betroffenen nicht wollen, entsteht Angst. Selbst wenn der Arbeitsplatz sicher ist, gibt es eine Reihe anderer Ängste (z. B. die Angst vor Überforderung oder vor dem Verlust der sozialen Heimat), die ausgesprochen wirksam werden. Angst wird allerdings häufig nicht benannt, sondern zeigt sich auf der Verhaltensebene z. B. in erhöhten Krankenständen oder Dienst nach Vorschrift. Insbesondere wenn das Empfinden von Selbstwirksamkeit schwindet und Angst zu Panik wird, gehen wichtige Bewältigungskompetenzen für die Veränderung verloren. Führungskräfte haben hier nicht die (unmögliche) Aufgabe, ihren Mitarbeitern alle Ängste vor der Zukunft zu nehmen. Um einen Veränderungsprozess gut zu steuern und zu begleiten, müssen individuelle und kollektive Ängste aber wahrgenommen und bearbeitet werden. Dazu sind auf der individuellen Ebene z. B. ressourcenorientiertes Fragen, die Bildung von Szenarien oder der Kompetenzaufbau geeignet, auf der Ebene der Organisation braucht es das Vertrauen der Beteiligten in Sinn und Bedeutung des Prozesses, ein motivierendes Zukunftsbild und die Möglichkeit, eine konkrete Erfahrung mit dem Neuen zu machen, es ausprobieren zu können und dadurch die eigene Selbstwirksamkeit zu erfahren.