Joachim Bauer

Über die Schwierigkeit, auf Terror vernunftgeleitet zu reagieren

Aggression und Gewalt aus neurowissenschaftlicher Perspektive
2016

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Gewalterfahrung …
Was monströse Gewalttaten bei den unmittelbaren Opfern, so sie denn überlebt haben, psychisch anrichten, sind – auch bei Inanspruchnahme von therapeutischer Hilfe – nur schwer verheilende Wunden. Die seelischen Narben, die sie zurücklassen, bleiben für die Betroffenen jahrzehntelang, meistens lebenslang spürbar. Opfer von Gräueltaten, wie sie im November 2015 in Paris geschahen, sind – neben den zu beklagenden Toten – nicht nur die unmittelbar Verletzten. Psychisch traumatisiert zurück bleiben auch verwitwete Partner, außerdem Eltern, Kinder und nahestehende Freunde von Getöteten. Der Begriff des Traumas, der manchmal leider leichtfertig gebraucht wird, beschreibt die Erfahrung einer totalen Überwältigung, also das Erleben einer Situation, in der die beiden typischen, sozusagen „gesunden“ Reaktionsmuster gegenüber einer uns plötzlich begegnenden Gefahr – Kampf oder Flucht – nicht mehr möglich sind.