Hans Brügelmann, Wolfgang Eichler

Lese- und Schreibunterricht heute

Gegen ideologische Verkürzungen, für Mehrperspektivität und mehr Pluralismus

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Wir, zwei altgediente, fachdidaktisch unterschiedlich orientierte Wissenschaftler mit erziehungs- bzw. sprach-wissenschaftlichem Hintergrund, möchten aufklären – und wir können beruhigen: Eine „Rechtschreibkatastrophe“ in Deutschland, wie u. a. im SPIEGEL vom 17.6.2013 behauptet wurde, gibt es nicht. Aber es gibt Probleme, die Schule und Didaktik herausfordern. In der aktuellen Auseinandersetzung über den Lese- und (Recht-)Schreibunterricht herrscht Verwirrung. Neuerdings stehen vor allem die Methode „Lesen durch Schreiben“, der „Spracherfahrungsansatz“ und der Werkstattunterricht, also ein selbstständiges Lernen in einer vorbereiteten Umgebung, in der Kritik, während früher der Fibelunterricht und der systematische Lehrgang pauschal kritisiert wurden.