Wolfgang Beutel, Arila Feurich

Erinnern als Beitrag zum Lernen und Handeln in der Demokratie Schülerprojekte im Themenbereich „Erinnerungskulturen“

2014

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Umfang: 7 Seiten
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Nicht alleine der diesjährige Themenschwerpunkt, den KMK-Präsidentin Sylvia Löhrmann ihrer Amtszeit gegeben hat – „Erinnern für die Zukunft“ –, verweist auf den engen Zusammenhang von Demokratie lernen und geschichtlicher Reflexion der Voraussetzungen unserer Demokratie. Dabei soll und kann aus der Sicht der KMKPräsidentin Schule „dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche lernen, auf welcher Wertegrundlage und auf welchen historischen Fundamenten die Demokratie beruht, in der sie leben, und wie sie selbst im Vertrauen in ihre eigene Gestaltungskraft die eigene Zukunft und die Zukunft unserer Demokratie (mit)gestalten können“ (MSW 2013, S. 1). Auch das demokratiepädagogische Grundlagendokument des „Magdeburger Manifests“ formuliert deshalb bereits in der ersten seiner zehn Thesen die Erinnerung als Grundlage demokratischen Lernens: „Die Erfahrung des menschenverachtenden Regimes des Nationalsozialismus zeigt, wie rasch die Demokratie in Staat und Gesellschaft zerstört werden kann. Das aktive Erinnern an diesen Zivilisationsbruch ist deshalb notwendiger Bestandteil demokratischer Erziehung“ (Beutel/Fauser/Rademacher 2012, S. 302). Diese These stellt den Holocaust und die NS-Zeit in den Fokus demokratiepädagogischer Aufmerksamkeit. Daran schließt der KMK-Beschluss (2009) zur „Stärkung der Demokratieerziehung“ an, der nicht nur eine grundlegende demokratiepädagogische Gestaltung der Schulpraxis anmahnt, sondern auch auf eine intensive „Auseinandersetzung mit der jüngsten deutschen Geschichte einschließlich der Zeit des Nationalsozialismus sowie mit der SED-Diktatur“ (ebd.) drängt. In beiden Fällen werden die geschichtliche Erfahrung und deren Reflexion als Möglichkeit zur Förderung demokratischer Wertebildung und als Grundlage für prodemokratische Einstellungen gesehen.