Jürgen Kochendörfer

Geldprämien und Fleißmedaillen – Württembergs Lehrlinge wurden mit Auszeichnungen belohnt

2014

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Umfang: 17 Seiten
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Die Aushändigung von Urkunden für gute Schulleistungen gehört für die Lehrerinnen und Lehrer an allgemein bildenden und beruflichen Schulen zur angenehmen Gepflogenheit des letzten Schultags vor den Sommerferien. Oft gibt es dazu noch einen Buchpreis. Die Begeisterung der Schülerinnen und Schüler hält sich dabei in Grenzen. Die meisten der Preisträger sehen sich durch ihr gutes Zeugnis ausreichend belohnt. Kaum eine Schülerin oder ein Schüler kommt auf die Idee, das meist schmucklose Belobungs- oder Preisformular einzurahmen und hinter Glas im heimischen Wohnzimmer anzubringen. Bei der Generation ihrer Urgroßeltern war eine solche Dekoration noch selbstverständlich. Im 19. und im beginnenden 20. Jahrhundert besaßen schulische Auszeichnungen einen erheblichen Stellenwert. Der Aufsatz untersucht diesen Sachverhalt am Beispiel prämierter gewerblicher und kaufmännischer Lehrlinge in Württemberg. Die damaligen Urkunden waren kunstvoll gestaltet und oft mit Lithografien illustriert. Statt Bücher gab es dazu Geldprämien oder Medaillen. Die Namen der Preisträger und die ihrer Ausbildungsbetriebe wurden wirkungsvoll in der lokalen Presse veröffentlicht.