Ralf Kellermann

Weniger wäre mehr! Warum es besser wäre, wenn man auf Langzeitklausuren in der Kursstufe verzichten würde

2015

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Wer Deutsch in der Kursstufe des Gymnasiums unterrichtet, hat in der Regel alle zwei Jahre wieder das zweifelhafte Vergnügen, die Weihnachtsferien fast ausschließlich mit der Korrektur einer Langzeitklausur zu verbringen. Wohlgemerkt nicht das normale Pensum korrigierend, einen Tag einen Stapel Englischarbeiten und dann je zwei bis drei Tage die Aufsätze aus der 8. und 10. Klasse. Nein, mit der Langzeitklausur auf dem Schreibtisch ist man exklusiv beschäftigt, mit diesem einen Stapel von Klausuren von Schülern der 12. oder 13. Klasse.
Zweifel daran, dass es etwas Sinnvolleres geben kann im Leben als genau dies, kommen den Korrigierenden gelegentlich nicht allein beim Blick auf andere Arbeiten, die man sonst noch zu korrigieren hätte, oder beim Gedanken an die aufwändigeren Unterrichtsvorbereitungen für Stunden jenseits des 08/15-Programms. Nein, Zweifel überkommen den Korrigierenden insbesondere auch bei der Erinnerung daran, wie zwei Drittel (oder drei Viertel) aller Schüler den Arbeitsaufwand honorieren.