Friederike Kuschnitzki

Individuelle Förderung am zweijährigen Berufskolleg an der Hilde-Domin-Schule in Herrenberg

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Im Folgenden möchte ich auf den Beginn der Implementierung der Individuellen Förderung in das Ausbildungskonzept des zweijährigen Berufskollegs der Sozialpädagogik eingehen. In der Geschichte der Fachabteilung Sozialpädagogik in Herrenberg gibt es von Anfang an eine Mischung von persönlicher Begleitung der Schülerinnen in Form von Gesprächen, Gruppengesprächen, Reflexionen etc. und der Anforderung, Eigenverantwortung für den Lernprozess zu übernehmen. Auf dieser Grundlage erreichte uns im Frühjahr 2011 die Anfrage, ob wir als Schulversuchsschule am Modell der Individuellen Förderung teilnehmen wollen. Die Schulleitung sprach sich dafür aus und den Kolleg/-innen damit aus dem Herzen: In den letzten Jahren haben wir wahrgenommen, dass die Lerngruppen auch in unserem Fachbereich zunehmend heterogen zusammengesetzt sind. Die Eingangskompetenzen der Schülerinnen einer Klasse variieren erheblich. Gleichzeitig stellten wir fest, dass viele Schülerinnen mit der Anforderung, ihren Lernprozess selbstverantwortlich zu steuern, überfordert waren. Häufig wurde diese Überforderung nicht angesprochen, sondern zu kaschieren versucht, so dass es immer eine gewisse Zeit braucht, bis wir als Lehrerinnen dies erkennen und ein engeres Lernsetting gestalten. Bis dahin ist dann schon wichtige Lernzeit verstrichen. Insofern war der Schulversuch für uns ein attraktives Angebot.