Rosemarie Godel-Gaßner, Rafael Frick

Mädchenschulen und Gewalt

Aktuelle Forschungsbefunde

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Jüngere Untersuchungen zur Thematik „Gewalt an Schulen“, die die Geschlechterperspektive mit berücksichtigen, verweisen auf eine Geschlechtstypik hinsichtlich der Formen und Häufigkeiten von Gewalthandlungen. Mädchen sind vor allem in Bezug auf körperliche Gewalt seltener Täterinnen und Opfer, bei ihnen dominieren hingegen Formen psychischer Gewalt. Dennoch gelten Mädchen insgesamt immer noch als weniger gewaltbereit. Aufgrund dieser Befunde stellt sich die Frage, ob Mädchen in einem monoedukativen, d. h. jungenfreien schulischen Kontext weniger mit Gewalt konfrontiert werden. Stellen Mädchenschulen einen weitgehend gewaltlosen schulischen Raum bereit? Wie schätzen Mädchenschul-Schülerinnen und ihre Eltern die Mädchenschule im Hinblick auf Gewalt ein? Ergebnisse eines aktuellen Forschungsprojektes verdeutlichen, welche Rolle die elterlichen Annahmen über Gewalt bei der Entscheidung für eine Mädchenschule spielen. Gleichzeitig verweisen die Befunde auf die Relevanz des Schulklimas und auf erzieherische Aspekte bei der Entscheidung der Eltern für eine Schule.