Bernd Lehmann

Das Berufsfeld Ganztagsschule – Eine vergessene Aufgabe in der Lehrerbildung

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Zunächst sollte jeder und jedem klar sein, dass eine sogenannte „echte“ Ganztagsschule keine Betreuungsform ist, durch die die Eltern, vorwiegend Mütter, dahingehend entlastet werden, dass sie einer Tätigkeit nachgehen können. Dies ist zwar in vielen Fällen ein willkommener Nebeneffekt und durchaus wichtig, aber die pädagogische Begründung basiert auf der Tatsache, dass eine Ganztagsschule eine Lernkultur ermöglicht, die individuelle Förderung und vielfältiges längeres Lernen zum Ziel hat und sich damit eine größere Chancengleichheit realisieren lässt. In einer Ganztagsschule wird länger gemeinsam gelernt, gelebt und gelacht. Insofern wird eine solche Schule wirklich zum „Lebens- und Erfahrungsraum“ für Schülerinnen und Schüler und knüpft an gute Traditionen der Reformpädagogen an. Wenn Peter Petersen in seiner Jena-Plan-Schule sehr differenziert von den vier Urformen des natürlichen Lernens spricht „Gespräch, Spiel, Arbeit und Feier“, so wurden dort bereits Phasen hoher Konzentration beschrieben, die sich mit Entspannungsphasen abwechseln und eine andere Unterrichtsorganisation und Zeitstruktur ergeben.