Ulrike Barbara Haible

Neuere Studien zur Lesesozialisation und zum Leseverhalten

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Umfang: 5 Seiten
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Was sagen uns Umfragen und Statistiken? Als im Dezember 2008 die Stiftung Lesen die Ergebnisse ihrer neuesten Langzeitstudie veröffentlichte, ging ein Aufschrei durch unsere Republik. „Jeder vierte Bundesbürger liest nie ein Buch“ titelte die Presse ihre Kommentare zu den Untersuchungsergebnissen und sorgte dafür, dass die Erschütterungswellen, die der PISA-Schock auslöste, nicht abebben. Dass Deutsch sprechende Migranten etwas mehr zum Buch greifen als die Alteingesessenen, wurde dagegen als bemerkenswert gute Nachricht eingestuft. Andreas Storm, Staatssekretär im Bildungsministerium, erklärte diese Einwanderergruppe sogar zur neuen „Lese-Mittelschicht“1. Erleichtert konnte man auch zur Kenntnis nehmen, dass die tägliche Buchlektüre im Aufwärtstrend liege, allerdings nehme die Anzahl der pro Jahr gelesenen Bücher ab, was wiederum bedenklich stimmt. Gleichzeitig fragt man sich, wie denn die Befunde miteinander vereinbar sind.