Dr. Wolfgang Baierl

Ka 4986 der Deutschen Bundesbahn in Baugröße 12

2013

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Kleinloks aus dem Bauprogramm der Deutschen Reichsbahn wurden ab den frühen Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts auf vielen Unterwegsbahnhöfen für den lokalen Güter-Verschubdienst stationiert. In dieser Aufgabe konnte sich die neue Antriebstechnik mit Verbrennungsmotor erstmals in größerem Umfang bewähren. Kleinloks mit simplem Benzinmotor wurden als Kb, mit Diesel- (Öl-) Motor als Kö bezeichnet. Als man das ursprüngliche Rädergetriebe durch die weich arbeitenden Flüssigkeitswandler (besser: Strömungsgetriebe) von Voith ersetzte, kam noch ein f im Namen dazu: Kbf und Köf waren geboren! Solche Fahrzeuge waren bedarfsorientiert schnell verfügbar, kamen ohne die aufwändige Infrastruktur der Dampflok aus, waren relativ wartungsarm und leicht bedienbar. Noch einfacher, noch sauberer, absolut laufruhig und leise versprach die neue Speichertechnologie zu werden: Brauchbare Stromspeicher auf Blei-/Säurebasis standen erstmals zur Verfügung. Diese, als Ks bezeichneten Loks haben sich dann ebenfalls hervorragend bewährt, einschließlich der Prototypen wurden immerhin 46 Exemplare gebaut. Einziges, betriebsfähig erhaltenes Exemplar ist heute die Verschublok des AW Opladen, ex Ks 4984, die sogar noch den Umzug nach Dessau mitgemacht hat. Sowohl die arg gerupfte Spielplatzlok in Dorfen (ex Ks 4910) wie auch die rostige Ks 4909 im BEM Nördlingen führen dagegen ein kümmerliches Dasein. Aber wir wollen den Aktiven der Museumsszene nicht undankbar sein: Immerhin haben sie diese Meilensteine der Technikgeschichte in unser Jahrhundert herübergerettet. Und die Exponate sind zugänglich, man kann als Modellbauer dort hervorragend Maß nehmen!