Elke Gober

Zinnmeister Willi Eisenhart

Vom Restaurieren historischer Zinngegenstände
2015

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Umfang: 6 Seiten
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Es ist das Jahr 1914. Der Erste Weltkrieg hat gerade begonnen. 794.000 Soldaten des Deutschen Heeres ziehen in die Schlacht. Jeder von ihnen hat in seinem Heimatdorf eine Stammkneipe, in der sein eigener Bierkrug mit Zinndeckel auf ihn wartet. Die Krüge sind wertvoll: Oft wurden sie über Generationen an die Söhne weitergereicht. Aber Krieg ist teuer, also befiehlt der Deutsche Kaiser, dass Zinn als Rohstoff für die Rüstungsproduktion abgegeben werden muss. Auch der Wirt der Antoniusschwaige in Ingolstadt hört von dem Aufruf. Aber er bringt es nicht übers Herz, die wertvollen Deckel abzugeben, damit sie eingeschmolzen und zum Beispiel zu Kugellagern verarbeitet werden können. Stattdessen versteckt er etwa hundert Zinndeckel, jeder einzelne mit einer Darstellung des Heiligen Antonius, auf dem Dachboden seines Gasthauses, wo sie erst hundert Jahre später bei einer Generalsanierung entdeckt werden.