Nicola Heckner

Von der Wahrnehmung zur Kompetenz – ein religionspädagogischer Weg

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Entwicklung von Wahrnehmung als Grundlage für ästhetisch-religiöse Bildung ist die Fähigkeit des Individuums, jedwede Erfahrung in sein Leben zu integrieren und sie in der Verarbeitung zum Bestandteil des persönlichen Verhältnisses zur Welt werden zu lassen. Ästhetisch-religiöse Bildung ist keine Zielangabe, sondern die „Thematisierung eines Prozesses, der nicht Prognose ist, sondern bestimmt wird durch Kontingenz, durch Unvorhersehbarkeit“ (Otto 1998, S. 62). Mit ästhetischem Lernen ist die Hoffnung verbunden, rationale Muster aufzubrechen und gleichzeitig emotionale und affektive Anteile, also „ganzheitliche“ Erfahrungen zu ermöglichen. „Der Mensch kommt dort zu seinem Menschsein, wo er über sich hinausgreift wie z. B. in der Poesie, in der Kunst, im Spiel. Das ist auch der ureigenste Ort der Religion. Von daher liegt es auf der Hand, dass die Ästhetik sowohl Ausdruck der Gottesfrage ist als auch im Sinne eines ‚locus theologicus‘ Erkenntnisweise Gottes“ (Schambeck 2010, S. 408). Das Projekt Brundibár, eine Kinderoper aus der Zeit des Nationalsozialismus, ermöglicht eine Fülle solcher Erfahrungen, die, gedeutet, zu einem Urteil führen, in den (interreligiösen) Dialog einmünden und letztlich zu verantwortetem Gestalten der Welt aufrufen.