Jörg Imran Schröter

Der Beitrag des islamischen Religionsunterrichts zur Identitätsfindung muslimischer Jugendlicher in Deutschland

2016

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Etwa 900.000 muslimische Schüler/-innen besuchen derzeit in Deutschland die öffentliche Schule, den Anstieg, den diese Zahl durch die aktuellen Flüchtlingsströme nehmen wird, nicht eingerechnet. Diese Kinder und Jugendlichen haben einen Anspruch auf schulische religiöse Bildung nach Grundgesetzartikel 7 Abs. 3, der „nicht auf die christlichen Religionen zu beschränken [ist], wie dies im ‚christlichen Staat‘ vor 1919 der Fall war“ (Heckel 2001, 80). Es ist wichtig, diese juristische Grundlage in unserer Verfassung neben allen positiven Aspekten, die dieser Unterricht haben mag, zu betonen und nicht den islamischen Religionsunterricht als reines gesellschaftspolitisches „Integrations-Tool“ zu begreifen. Aber inwiefern könnte und müsste er dies nicht auch sein, gerade weil er im Rahmen des Grundgesetzes eingerichtet ist?