Necla Kelek

Einwanderung und Integration in Europa und Deutschland: „Kultur des Konsenses“ oder „Kultur der Differenz“?

2016

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Einerseits ist die Geschichte der Einwanderung nach Europa eine Erfolgsgeschichte. Millionen von Bürger/ -innen nichteuropäischer Herkunft leben in Europa. Die meisten dieser Einwanderer haben keine Probleme mit ihrer neuen europäischen Lebenswelt, können hier ihre Zukunft aufbauen und dabei ihre Identität wahren; sie haben das aufnehmende Land bereichert und weitergebracht. Niemand verlangt von einem Einwanderer, dass er seine Tradition verleugnet oder aufgeben muss. Seine Traditionen sind nämlich mit europäischen Werten vereinbar, und die meisten Einwanderer haben keine Probleme, für sich und ihre Gruppe einen Platz, eine Nische zu finden. Andererseits ist die Integration gescheitert. Probleme haben diejenigen, die die europäische Kultur nicht als Konsens, sondern als Differenz leben wollen. Bestimmte Ethnien, Gruppen und ihre Verbände verfolgen eine Politik des sich Ab- oder gar des Ausgrenzens. Sie haben ein differentes Menschen- und Weltbild, haben andere Wertvorstellungen und demzufolge ein anderes Rechtsverständnis als das in (West-)Europa vorherrschende. Die aktuelle Integrationsdebatte sollte eine Klärung zwischen den konträren Zielen einer „Kultur des Konsenses“ und einer „Kultur der Differenz“ herbeizuführen suchen.