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Landesinstitut für Schulentwicklung

Quellen und Texte 55/2007

2007

ISBN: 978-3-7883-9955-9
Auflage: 1
Umfang: 80 Seiten
Format: DIN A5
Medium: Broschüre
Bestellnummer: 90155
Lagerstand: Lieferbar

Preis: EUR 3,00

Menge:  


Ab 20 Exemplaren pro Ausgabe gilt der Einzelpreis von je € 2,–.

Die Quellen und Texte erscheinen zu jeder Kunstmappe. Sie enthalten Materialien wie z. B. Selbstzeugnisse der Künstler, Texte zu Werk, Person und Epoche, bzw. zum historischen Hintergrund.

Aus dem Vorwort:

Die "Meisterwerke der Kunst" erscheinen seit nunmehr 55 Jahren - eine für Publikationen dieser Art einzigartige Leistung. Gegründet in der "bilderlosen" Nachkriegszeit des Jahres 1952, erschienen die ersten Mappen in vergleichsweise karger Ausstattung und damals noch bescheidener Reproduktionsqualität ausgerechnet als begleitende Publikation eines akustischen Mediums, nämlich einer Sendereihe im Schulfunk der damals noch getrennt agierenden Sendeanstalten Süddeutscher Rundfunk (Stuttgart) und Südwestfunk (Baden-Baden). Auftraggeber war das Kultusministerium Baden-Wüntemberg: als Herausgeber fungierte damals wie heute die "Landesanstalt für Erziehung und Unterricht" in Stuttgart, die mittlerweile als "Landesinstitut für Schulentwicklung" ein anderes Aufgabenspektrum wahrnimmt als seinerzeit.

Dabei wurden die Sammelmappen - entgegen anders lautenden Vermutungen - niemals von irgendeiner Seite subventioniert. Ihr bis heute erstaunlich günstiger Preis resultiert alleine aus dem von engagierten Lehrkräften organisierten Direktvertieb an die jeweiligen Bildungseinrichtungen, weshalb sie auch nicht in den offenen Handel gebracht werden dürfen.

Inhalt und äußere Erscheinungsform der Mappen haben sich im Lauf der Zeit mehrfach gewandelt und sich damit sowohl den didaktischen Erfordernissen als auch den veränderten Lese- und Sehgewohnheiten angepasst. Spezielle Sondermappen zu Themen wie "Entartete Kunst". Architektur und Design oder eine an den Bedürfnissen der Grundschulen orientierte Zusammenstellung von Kunstwerken und Texten haben das an die Schulen gerichtete Angebot darüber hinaus erweitert. Ergänzend kam im Jahr 2002 eine CD-ROM hinzu. die - soweit dies urheberrechtlich möglich war - sämtliche bis dahin in den Mappen publizierten Werke und Texte in einem kompakten Medium versammelt und für einen schnellen Zugriff verfügbar macht.

Mit der vorliegenden Mappe 55 finden Sie die "Meisterwerke" wieder einmal aufgefrischt. Mappenumschlag, Text und Quellenheft wurden neu gestaltet - behutsam, um den Charakter der Reihe nicht zu stören. Auch die inhaltliche Konzeption hat sich weiterentwickelt "Literarische" Überschriften sollen die Lust am Lesen wecken, die schwarzweißen Textabbildungen lockern das lesefreundlich gegliederte Schriftbild auf und bieten wertvolle optische Zusatzinformationen. Die Kunstwerke werden künftig durchgehend farbig reproduziert es sei denn, es handelt sich um reine Schwarzweißgrafiken oder -fotografien. Doch selbst Schwarzweißaufnahmen wie die der Beuys-Aktion in der aktuellen Mappe lassen sich dadurch in Nuancen ansprechender reproduzieren. Die von den Nutzern, aber auch von Künstlern und Museen immer wieder gerühmte Werktreue und Reproduktionsqualität der "Meisterwerke der Kunst" wird damit gesichert. Zudem ist von nun an jede Abbildung mit der Mappennummer und deren Erscheinungsjahr gekennzeichnet, was die spätere Einordnung vagabundierender Blätter spürbar erleichtert.

Auch wenn der Begriff "Meisterwerke" angesichts der Bandbreite heutiger Kunstproduktion fragwürdig erscheint. so ist er längst ein Markenzeichen der Reihe geworden und als solches ohnehin nur schwer zu ersetzen. Der damit verbundene Anspruch bleibt gleichwohl bestehen. Anders als eine Kunstzeitschrift müssen die "Meisterwerke der Kunst" nicht jeden modischen Trend verklären. So hat die zeitweilige Hinwendung des Kunstunterrichts zur "visuellen Kommunikation" der siebziger Jahre in der Reihe keine Spuren hinterlassen. Das in den Mappen angebotene Bildmaterial dient primär der greifbaren Anschauung und vertieften Reflexion. Die individuelle didaktische Aufbereitung liegt nach wie vor bei den Lehrerinnen und Lehrern, die in den Texten indes hinreichend Anregungen und lnformationen finden.

Dennoch soll sich die Wahl der Themen und einzelnen Werke künftig verstärkt an konkreten Lehrplaninhalten orientieren, auch wenn die verschiedenen Bundesländer jeweils andere Rahmenbedingungen vorsehen. Im künstlerisch-wissenschaftlichen Beirat der Reihe sind Experten jener Bundesländer vertreten, in denen die "Meisterwerke" vorwiegend genutzt werden.

ln diesem Jahr heißt das Thema "Begegnung mit anderen Kulturen", wobei der inhaltliche Rahmen bewusst offen gewählt wurde (siehe den Einführungstext im Begleitheft der Mappe). Das aktuelle Thema bietet nicht nur im Kunstunterricht Anlass zu mannigfaltiger Beschäftigung, sondern auch in Fächern wie Deutsch, Geschichte und Gesellschaftswissenschaften oder Religion.

Das den Bildmappen beiliegende Textheft unterstützt den Leser bei der Bildbetrachtung und erleichtert ihm den Weg zu einem eigenen Bildverständnis. Um zusätzliche Textquellen zu erschließen, wird seit der Folge 26/1978 zusätzlich das Heft "Quellen und Texte" zur jeweiligen Kunstmappe herausgegeben. Auch das vorliegende Heft enthält entsprechende Materialien wie zum Beispiel Selbstzeugnisse der Künstler, Texte zu Werk, Person und Epoche bzw. zum historischen Hintergrund.

Die im Heft getroffene Auswahl mag willkürlich erscheinen. Dies liegt zum Teil daran, dass die ausgewählten Quellen von den jeweiligen Autoren dankenswerterweise unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurden. Aber wir meinen, dass die Quellen und Texte die Aussagen der Kunstmappe sinnvoll vertiefen und die Unterrichtsvorbereitung spürbar erleichtern.

Die Oberstufe in den Gymnasien ermöglicht aber auch den Schülern eine intensivere Auseinandersetzung mit Kunstwerken, z.B. im Rahmen von Referaten. Das Bildmaterial und der Textteil der Kunstmappen bieten sich dafür als Arbeitsmaterial in allen Schularten an. Sie enthalten kontrastierende Stellungnahmen, regen zu weiterem Lesen und Arbeiten an und vermögen das Werk des Künstlers oder die Epoche der Entstehung des Werkes unter verschiedenen Perspektiven zu erhellen.

Aus Platzgründen und anderen Erwägungen wurden innerhalb längerer Originaltexte manchmal Kürzungen bzw. Auslassungen vorgenommen, auch Fußnoten wurden deshalb weggelassen.

Kunst lebt von Kommunikation. Für Anregungen oder Kritik sind Beirat und Redaktion empfänglich und der Verlag (E-Mail-Adresse im Impressum) wird Ihre Nachricht gerne weiterleiten.

Johannes Halder
Redaktion "Meisterwerke der Kunst"